Wochenbett
Geboren wird nicht nur das Kind durch die Mutter, sondern auch die Mutter durch das Kind. Gertrud von le Fort (1876-1971), dt. Dichterin
Für Hausbesuche stehe ich ihnen in den ersten zehn Tagen täglich zur Verfügung, ob Sie Zuhause oder in der Klinik geboren haben.
In den ersten acht Wochen nach der Geburt besuche ich Sie so oft es passend und notwendig ist.
Auch die gynäkologische Abschlussuntersuchung sechs bis acht Wochen nach der Geburt mache ich.
Darüber hinaus bin ich für Fragen rund um Stillen bis zum neunten Monat ansprechbar.
Das Wochenbett ist eine Zeit der Ruhe. Das Neugeborene will in der Familie begrüßt und aufgenommen werden. Bei der Mutter gibt es nach der Geburt erneut eine Zeit mit vielen körperlichen, seelischen und emotionalen Veränderungen: Der Körper erholt sich, heilt und findet seine neue Form und neue Aufgaben. Auch die Familie wird neu geboren. Strukturen sortieren sich und finden sich neu. Das ganze soziale Gefüge verändert sich. Obwohl es neun Monate Vorbereitung gab, ist vieles unerwartet, vielleicht anders als gedacht und geplant.
Ich stehe Ihnen mit einfühlsamer ganzheitlicher Begleitung zur Seite, mit naturheilkundlich-körperorientiertem Ansatz, Homöopathie, Pflanzenheilkunde und Myoreflextherapie.
Ich begleite das Ankommen des Kinds, sein Wachsen, Trinken, Verdauen und Gedeihen und stehe mit Tipps und Hilfestellung bei der Pflege und anderen Herausforderungen zur Seite.
Das Stillen nimmt eine zentrale Rolle ein. Oft braucht es gerade beim ersten Kind einige Zeit, bis sich alles eingespielt hat. Die Brüste der Mutter wachsen und sind neuen Belastungen ausgesetzt, das Kind muss das Saugen richtig lernen. Für Mutter und Kind ist es jeweils ein neu zu erkundender Bereich, beide müssen einen gemeinsamen Rhythmus finden. Eine ganz neue, intime Beziehung fängt an.
Bei der Mutter achte ich neben dem Stillen auf das Allgemeinbefinden, die Rückbildung der Gebärmutter, die Blutung, das Verheilen von eventuellen Geburtsverletzungen, gebe Tipps für Übungen zur Wochenbettgymnastik. Damit sich die Gebärmutter und der Beckenboden gut rückbilden, sind frühzeitig gezielte Übungen wichtig.
Manche Frauen und Familien sind in dieser Zeit mit ungeahnten Herausforderungen konfrontiert.
In manchen Fällen – und das leider oft unerkannt – bekommen Frauen Wochenbett-Depressionen. Darauf achte ich, darauf bin ich ansprechbar und arbeite dann interdisziplinär weiter.
Wiederannäherung an Sinnlichkeit und Sexualität – viele Frauen und Paare wissen wenig darüber. Die Bedürfnisse bei Frau und Mann können verändert sein. Der Körper der Frau fühlt sich anders an, funktioniert meist anders als vor der Geburt. Das alles kann verunsichern.
Auch die Verhütungsfrage stellt sich, sobald Sie wieder Geschlechtsverkehr haben. Ich berate Sie zu Verhütungsmöglichkeiten, die zum Stillen passen.
