Selbstbestimmte Geburt in Berlin, Potsdam, Brandenburg

Hebamme Anjet Eich


Bericht über die Geburt meines Sohnes

Seit den ersten Monaten meiner Schwangerschaft war ich in Kontakt mit Anjet, da ich wusste, dass sie Hausgeburten begleitet und die regelmäßigen Voruntersuchungen durchführt. Es war sehr schön für mich nicht zum »Arzt« zu müssen und in einer ruhigen Atmosphäre mit viel Zeit alles besprechen zu können, was es an Fragen gab. Da alles normal verlief stand einer Hausgeburt nichts im Wege. Obwohl ich etwas abgelegen und einfach lebe war dies kein Grund für Anjet irgendwelche Bedenken zu haben. Sie hat mich in diesem Wunsch bestärkt, wobei ich gleichzeitig das Gefühl hatte, dass ich jederzeit meine Meinung ändern könnte.

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Einen Tag nach dem errechneten Termin begann die Geburt am frühen Morgen mit den ersten leichten Wehen. Ich rief Anjet an, die seit zwei Wochen für mich »bereit« war.  Als die Wehen am Nachmittag kürzer und stärker wurden kam sie zu uns und stellte fest, dass der Muttermund sich nur langsam öffnete und es gut wäre in die Badewanne zu gehen. Die Eröffnungsphase dauerte sehr, sehr lange, doch Anjet blieb ruhig und unbeeindruckt und vermittelte mir das Gefühl, das alles so in Ordnung sei.

Nach ein paar Stunden im Wohnzimmer gab es einen Moment, wo sie mir sagte, dass wenn sich in der nächsten Stunde nichts wesentliches änderte, ich ins Krankenhaus gebracht werden müsste, um die Geburt unterstützen zu lassen, da ich zusehends an Kraft verlor. Sie klang ruhig und sicher, so dass ich das gut akzeptieren konnte. Nach einem kurzen Telefonat mit einer Kollegin gab sie mir ein Homöopathisches Mittel und nach einer halben Stunde untersuchte sie mich noch einmal um festzustellen, dass sich der Muttermund nun ganz anders an fühlen würde. Sie schlug vor, doch zu Hause zu bleiben. Gesagt getan und es dauerte nicht mehr lange und die Presswehen setzten ein. Sie ließ mich noch ein paar extra Presswehen aushalten (pusten) damit ich nicht riss, wofür ich ihr dann im Nachhinein sehr dankbar war. Mein Kind erblickte dann in der Badewanne das Licht der Welt.

Auch wenn es sehr anstrengend war, war die Geburt eine sehr schöne Erfahrung. Auch mein Partner hat sich gut einbezogen gefühlt. Sie hat die Geburt und uns Eltern im wahrsten Sinne des Worte begleitet. Die Betreuung im Wochenbett war genauso von dieser Ruhe und Sicherheit geprägt, die sie in ihrer Arbeit ausstrahlt.

S. aus W.

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