Selbstbestimmte Geburt in Berlin, Potsdam, Brandenburg

Hebamme Anjet Eich


Erfahrungsbericht von Laura

Im Endeffekt wünschte ich mir eine Hebamme, mit der ich mich über alles, was mich bewegt, austauschen konnte. Nur sekundär wollte ich eine medizinische Betreuung.

Als es dann so weit war und Anjet mich in der Schwangerschaft begleitete, stellte ich fest, dass es sehr angenehm war, genau die Erfahrungen zu machen, die ich mir gewünscht hatte: Ich konnte sehr viel darüber reden, was mich beschäftigte. Ich empfand die Begleitung als einen Spiegel für das Wissen, das ich selbst hatte, was mir aber nicht immer bewusst war - was sehe ich, was denke ich, was fühle ich, was brauche ich. Ich hatte den Eindruck, dass ich rundum gut begleitet wurde.

Und was ich sehr spannend fand: gleichzeitig war es sehr ungewohnt, auf diese Art begleitet zu werden. Ich merkte, dass auch ich gewohnt bin, in unserem Gesundheitssystem Ratschläge oder Hinweise zu hören und dass ich mich an ihnen auch immer wieder sehr orientiere. Sie haben mehr Einfluss auf mich, als mir bewusst war. Offensichtlich gab es mir bislang Sicherheit, „von einer Person vom Fach etwas über mich zu erfahren“. Ich bemerkte, dass ich es im Endeffekt war, die doch immer mal wieder medizinische Stütze, Einschätzung und Rat von Anjet suchte; so in dem Sinne, ob auch alles „recht“ verläuft.

Es hat mich sehr erfreut, dass ich im Laufe der Schwangerschaft und Stillzeit genau das wieder üben konnte, was ich als Vorstellung vom Geburtsverlauf und mir als Mutter hatte. Ich übte selbst wieder viel intensiver, mein Gespür dafür weiterzuentwickeln, was ich selbst denke, fühle und weiß, und vor allem, mich darauf auch zu verlassen. Immer wieder wollte ich wissen, wie es anderen Frauen in der Schwangerschaft und Stillzeit ging. Und gleichzeitig war es eine Herausforderung, mich primär mit dem zu beschäftigen, was in mir war, nicht mit Erfahrungen von anderen Frauen. Es war neu für mich, dass das Professionelle der Begleitung vor allem darin lag, meinen Blick auf mich ganzheitlich zu schulen. Das tat mir sehr gut.

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